Drei Tage auf Goamus

Das Camp hat jetzt ein “Gate”, bestehend aus ein bisschen Draht und zwei Stangen. Aber es erfüllt seinen Zweck und hält Kühe und Bokkies von derCampsite fern, so dass nur die alten Haufen noch rumliegen. Offensichtlich ist in der Zwischenzeit (seit September letztes Jahr) kein anderer Camper hier gewesen.

Der Platz wirkt eher ungepflegt, eine Sickergrube ist eingebrochen, die Ablutionblocks werden nicht gewartet, es tropft und sickert aus verschiedenen Lötstellen. Ich beseitige die Vogelkacke vom Waschbecken und aus dem Vorraum zu Klo und Dusche. Es ist leider doch, wie wir befürchtet haben: niemand kümmert sich wirklich.  Jackie überreicht uns zwar ein Schlüsselbund (und am nächsten Tag etwas kleinlaut eineSprühdose Lufterfrischer fürs Klo…….), aber nur wenige Schlüssel passen tatsächlich auf die Türen.

Klaus bringt das Wasser zum Laufen, irgendwie geht es aber direkt an unserem Platz nur am Kaltwasserhahn, aufs Klo und zum Duschen gehen wir Richtung Wassertank. Klaus bringt den Donkey dort zum Laufen, und die Goamuswüstendusche ist wieder bereit.
Und das Pfund, mit dem man wuchern könnte, wie die alten Farmanlagen wie der Teich oben und unten, die Schafdippe, alles verfällt oder wird, wie

der obere Teich, so zerstört, dass binne kurzem die hohe Schilfwand völlig trocken stehen wird. Die Fische sind schon jetzt verschwunden, denn aus

der unteren Dammmauer wurden große Steine entfernt, so dass das Wasser, das nicht direkt in den Tank geführt wird, einfach so weg läuft und der

Teich in der kurzen Zeit seit unserem letzten Besuch leerläuft. Auch unten am Farmhaus geht der Verfall zügig weiter. Das Haus steht offenbar

permanent offen, die Badewanne ist wieder mit Schutt gefüllt, die Toilette funktionsunfähig gemacht, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Oben

am Windrad läuft dieses noch, aber da der Absperrhahn noch immer nicht repariert wurde, läuft das Wasser einfach so raus aus “meinem Pool”, der

nur noch zu einem Drittel gefüllt ist.
So richten wir uns ein, nur wenige Tage zu bleiben, und fahren auch nach drei Nächten wieder ab. Jackie kommt ab und zu mit den Kindern, meist

zum Frühstück. Die Kinder spielen herrlich in dem Gelände. Mit Verblüffung stelle ich fest, dass auch hier ein längerer Stock (Rudolf nimmt den

campeigenen Schrubber) ausreicht, um ein Pferd zu haben. In Ermangelung eines zweiten Stocks bekommt Mila von Klaus den heißgeliebten

Allzweckstock, der vor allem beim Lagerfeuer wichtige Aufgaben hat. Er befestigt ihr als Pferdekopf den Handfeger, und sie ist selig. Aus den

Reklamebeilagen der AZ werden Masken, die die Kinder sehr gruseln/begeistern, und Schiffchen und Hüte.
Jacquoline bringt die Sprache auf die Frage nach angemessener Bezahlung von Campinggebühren und sagt, dass das Kommitee an 100 NamDollar

gedacht habe. Glücklicherweise habe ich ja Trummis Liste dabei, und lese/übersetze ihr einige Beschreibungen von Camps und die dort verlangten

Preise. Auch erzähle ich ihr von Isreal, der das Erongo Plateau Camp managt, welche Aufgaben er dort hat. Dass man dort jederzeit kommen könne,

alles sauber ist, nicht erst aufgeräumt und gesäubert werden muss. Jackie erscheint nachdenklich. Klaus erzählt sie, dass es Ärger gegeben habe,

nachdem wir das letzte Mal abgereist sind, weil wir nichts bezahlt hatten (da war ja noch weniger fertig als jetzt!). Er gibt ihr bei der Abreise 450

NamDollar für 9x campen, sie trägt es in das dicke, leere Buch ein, das für das Camp angelegt wurde.
Jackie hat nun fünf Kinder, von denen auf ein Mädchen der Vater Anspruch erhebt. Er wohnt in Katima Mullilo…
Klaus betätigt sich als Gasflaschenflüsterer, allerdings mit fragwürdigem Erfolg. Ich habe Kaffeewasser aufgestellt, da Jackie gekommen ist. Klaus ist

mit dem, was aus der frisch aufgefüllten 3 kg Gasflasche herauskommt, nicht zufrieden, und schraubt bei laufendem Betrieb an einer Schraube

herum, die man wohl doch nicht anrühren sollte. Es tut einen seeehr harschen Blopp, das Gas strömt, sichtlich und vor allem hörbar befreit, mit einer

Riesenflamme, da ja vom Auffüllen vom Vortag gut Druck drauf ist, aus. Das Ganze spielt sich erstmal dicht am Auto ab, an dem hinten ein gefüllter

Benzinkanister (20 Liter) hängt. Ich schreie, weil Klaus immer wieder dicht an die brennende Gasflasche gehen will (ich denke, er will die Schraube

wieder festdrehen…er will die Flasche irgendwie vom Auto wegkriegen…ich denke gar nicht an das Auto, sondern an Klaus, und dass die Flasche

bestimmt gleich richtig explodiert und dann scharfe Eisenteile rumfliegen und ihn schwer verletzen.) Endlich findet er den Schlüssel und fährt das

Auto ein Stück weg, während ich mit der Leiter vom Dachzelt  schrittweise mitgehe. Die Sch…flasche brennt immer noch unendlich laut und mit

Riesenflammen, ich muss Jackie und die Kinder ein bisschen wegscheuchen, und weiter schreien, damit Klaus nicht dran geht. Dann ein

ohrenbetäubender Knall… die Flasche explodiert tasächlich..die Kinder schreien, Rudolf ist voller Angst weggelaufen. Zum Glück ist die Flasche nicht

auseinander geflogen, sondern hat “nur” einen Riss. Klaus löscht die entstandenen Glutnester, das brennende Handtuch geht auch aus. Rudolf erbt

von Klaus den neuen Lederhut, der jetzt einen etwas deformierten Rand hat, Ohm Kassie den Stuhl, den wir sowieso weggeben wollten (der Knall

war bis zu seinem Platz zu hören), die Gemüter beruhigen sich wieder. Am nächsten Morgen gibt’s keinen Kaffee, da der Brenner hin ist, das ist wohl

am schwersten zu ertragen…!!!
Ich kriege nach erneutem Seifenbad und feste dran drücken endlich den Dorn aus meiner Ferse, der dort seit dem ersten Tag im Berghaus stecken

hatte. Das ist schon ein ziemliches Kaliber, was ich da rausziehe, und es tat ziemlich weh, da er senkrecht drin steckte. Nun heilt die Stelle schnell

ab und ich kann meine Buschtreter endlich wieder richtig anziehen.
Die Abfahrt fällt uns dieses Mal nicht schwer, Klaus erzählt mir hinterher, dass er in den Nächten dort nicht gut geschlafen habe, da er fürchtete, in

(gewaltsame) Auseinandersetzungen der verschiedenen Interessengruppen, die um Goamus rangeln, hineingezogen zu werden. So schnell werden

wir wohl nicht wieder hinfahren.

In eigener Sache

Leider ist das was zu berichten wäre viel mehr als die Kapazität und die Gelegenheiten unserer mobilen Internetverbinung erlauben.

Nach eine Zwischenstation in Windhoek mit Autowerkstatt waren wir 5 Tage auf dem Berghaus von Ababis, 3 Tage auf Goamus, in Ais-Ais und am Fishriver, am Oranje, im Richtersfeld und nun nach mehreren Zwischenstation heute im Klein Pella wo wir mal wieder Empfang (wenn auuuuch schrecklich laaangsaaaam) haben. Wir wollen weiter berichten und hoffen, dass wir den Rückstand nach und nach aufholen können, wenn hier in Süd-Afrika die Verbindungen vielleicht doch ein bißchen häufiger und schneller sind.

Windhoek Autoservice und ein netter Doktor

Die erste Nacht ohne Kinder verbringen wir in der Pension Moni. Unerwartet hat das den Vorteil, ganz nahe bei der Nissanwerkstatt zu sein. Am Morgen dann um 7.00 aufstehen, 1 Tasse Kaffee und dann ab in die Werkstatt. Ich ergänze den Serviceauftrag noch um die Reparatur der Tankanzeige und bin eine viertel Stunde später zurück in der Pension Moni.
Nach dem Frühstück geht es in die Stadt. Ich versuche in der Apotheke Antibotika (für ein kapitales Furunkel) zu bekommen. Aber der Apotheker lässt nicht mit sich reden und gibt uns die Adresse eines Doktors im katholischen Krankenhaus.  Also dahin, und nach einer halben Stunde warten sehen wir den Doktor. Eine ganz andere Medizin tut sich auf. So verlassen wir den Doktor (Honorar 420 N$) mit einem umfangreichen Rezept (1300 N$), unter anderem auch Amoxicillin. Aber vorbeugend gibt’s auch Probiotik, Dynamisan und was zum Ausgleich des Säurehaushaltes. Also wenn’s denn hilft…..

Am Nachmittag dann Anruf der Werkstatt, die Sensorunit für die Tankanzeige kostet ohne Einbau 2500 N$. Ob sie es denn trotzdem machen sollen? Natürlich sollen sie! Zu meiner grossen Freude ist das Auto dann um 17.00  fertig und steht frisch gewaschen, innen und aussen, zur Abholung bereit. Erfreulicherweise ist auch die Rechnung mit 6000 N$ deutlich geringer als befürchtet.
Leider können wir nicht schon morgen ins Berghaus von Ababis und beschließen daher, über Swakopmund zu fahren und Opa Ludwig und Omi Kathleen einen Strauss Blumen auf das Grab zu legen.


Das machen wir, weil wir es seinen Lebenserinnerungen verdanken das wir Afrika endeckt haben.

Zum Übernachten wollen wir nach Sophia Dale. Da gibt es dann aber eine unerfreuliche Begegnung mit wild gewordenen Dackeln, von denen einer Helga derart ins Bein beißt, dass es nicht nur deutliche Zahnabdrücke, sondern lang anhaltende blaue Flecken gibt. Also fahren wir zum Übernachten in das Alte Brücke Ressort. Der Abend ist sehr kalt, dank der Heizdecke ist es aber auszuhalten.
Am Morgen dann erst Einkaufen und dann zum Friedhof.

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 Anschließend besuchen wir Martin in seinem neuen Shop “fish deli”. Mit Chips und einer Flasche Wein bedanken wir uns für die 4 Jahre lange Erledigung der bürokratischen Formalia für den Landy.

Dann geht es auf über Walvis Bay durch die Namib nach Ababis.

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Oppieklippe und Abschied der Enkel

Lilith hat Fieber, Bauchweh, Kopfweh…… Nach einer Paracetamol geht das Fieber runter und wir können trotzdem weiter.
Eigentlich hatten wir geplant, auf einer Farm Station zu machen, die Ausritte (für Lilith) im Angebot hatte. Aber dort standen wir vor einem verschlossenen Tor. Als schließlich jemand kam, war die Erklärung: “We only make safaris. We have no time for Camper” Da half dann auch der Hinweis auf Trummis Liste nichts “I have problems to change my details……..”

Also müssen wir weiter, zum Glück aber nur 50 km. Da gibt es ein Camp mit dem Namen Oppieklippe, wo wir vor einigen Jahren schon mal waren.
Unterwegs teffen wir dann noch die allererste Schlange, eine Puffotter von repektabler Grösse. 

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Die war aber  aber leider tot.

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Wir finden das Camp gleich, allerdings haben die Besitzer, die uns damals sehr freundlich begrüsst haben, das Camp inzwischen verpachtet. So ist die Begrüssung dann eher geschäftsmäßig. Immerhin, neben der Campmöglichkeit gibt es nun auch “Cabin’s”.
Das scheint uns insbesondere für Lilith die wieder Fieber hat die bessere Möglichkeit. Das Cabin entpuppt sich als Bauwagen mit wenig Geschmack angestrichen und eingerichtet.

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Aber immerhin von einem sehr schönen Gecko bewohnt, und die bringen bekanntermaßen ja Glück.

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Wir erhalten die Telefonnummer eines Doktors, der nett sein soll und sogar deutsch spricht, den Helga sogleich zu erreichen versucht. Leider nur ein Anrufbeantworter auf den der Herr Doktor nicht reagiert. Also am späten nachmittag nochmal ein Versuch den Doktor zu erreichen. Der ist aber not emused. Wieso wir ihn anrufen, er hätte keine Zeit und er verstehe auch kein Deutsch.

So bleibt uns erstmal nichts, als abzuwarten. Am Morgen geht es Lilith sichbar besser und so bleiben wir noch den Tag und müssen nicht nach Windhoek düsen, um einen Doktor zu finden.
Das Haus hat eine sehr schöne Aussicht und so gibt es auch einen Sonnenuntergang.

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  Tageüber zeigen sich dann an der Wasserstelle vor dem Haus auch noch ein paar Böckchen.

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Am Abend liegen wir alle im Bett und sehen uns gemeinsam “Nirgendwo in Africa an”. Leider hält der Akku des Computers nur bis kurz vor dem Ende durch und so bleibt uns die Rückkehr nach Deutschland erspart.

Am Morgen heißt es zusammenpacken, Sachen auseinander sortieren. Es ist Sonntag und es steht laut der Air-Namibia-Auskunft der Rückflug pünktlich um 19.00 Uhr an.
Unterwegs essen wir ein letztes mal zusammen. Diesmal in Okahandja (Hofbräuhaus). Die Pommes sind diesmal richtig gut und auch der Rest schmeckt ordentlich. Je näher wir an Windhoek kommen, desto mehr merkt man Julian und Lilith an, dass der Rückflug so ganz alleine doch nicht ganz ohne ist. Pünktlich erreichen wir um 16.00 Uhr Windhoek und können noch auf einen Kaffee bei der Airportfarm vorbei fahren.
Dann auf zum Flughafen. Das Gepäck ist ganz schnell aufgegeben. Und dann klären wir auch die Betreuung der beiden während des Fluges und in Frankfurt. Die letzte gemeinsame Stunde und dann ab durch die Kontrollen.

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Es war ein schöne Zeit mit den beiden.

Ombili

Nach dem wilden Tiergewusel in Etosha war uns (wie nach CATS)  nach etwas Ruhigerem zumute, also bewegten wir uns den ganzen Weg zurück aus dem Etosha heraus und fuhren in Richtung Tsumeb auf eine  Tokofarm. Hier wollten wir zwei Tage lang campen und am zweiten Tag wollten wir eine Führung durch die Ombili-stiftung machen.

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Wir hatten (in weiser Vorraussicht) in Deutschland Stifte gesammelt (eig.: Stifte sammeln lassen!) , um sie der Stiftung zu schenken. imga0636.JPG

Die Stifte wurden dann (Teillweise) an die Klassen der Stiftung verteilt.

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Und hier waren wir schon ziemlich erstaunt. Wir bzw.: unser name war doch tatsächlich AUF der schule verewigt!!!!imga0687.JPG

Wärenddessen interessierte sich Helga immer mehr für klassische Klopapier-kunst!imga0746.JPG